ChatGPT im Coaching oder eigener KI-Begleiter? Ein Vergleich
Viele Klienten nutzen ChatGPT längst zwischen den Sitzungen. Was das für dein Coaching bedeutet und was ein eigener KI-Begleiter anders macht.
· LeapCoach-Team
Frag deine Klienten einmal, ob sie zwischen den Sitzungen mit ChatGPT über ihre Themen sprechen. Die Antwort überrascht viele Coaches: Ein Teil tut es längst. Sie lassen sich E-Mails an den Chef formulieren, fragen nach Tipps für das schwierige Gespräch oder schütten abends ihr Herz aus.
Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, genauer hinzusehen. Denn ein allgemeiner Chatbot ist kein Coach, und er weiß nichts von deinem Coaching.
Was ChatGPT gut kann
Fair bleiben: Allgemeine KI-Assistenten sind beeindruckend. Sie formulieren schnell, strukturieren Gedanken, liefern Ideen und sind jederzeit verfügbar. Für viele Aufgaben, vom Protokoll bis zur Präsentation, sind sie ein echter Gewinn. Auch als Coach kannst du sie für deine Vorbereitung oder Materialien nutzen.
Wo ein allgemeiner Chatbot im Coaching an Grenzen stößt
Er gibt Antworten statt Fragen zu stellen
Allgemeine Assistenten sind darauf trainiert, hilfreich zu sein, und das heißt meist: Lösungen liefern. Im Coaching soll die Einsicht aber vom Klienten kommen. Wer auf „Ich delegiere schon wieder nicht“ eine Liste mit zehn Delegationstipps bekommt, hat eine Antwort, aber keine Erkenntnis.
Er kennt dein Coaching nicht
ChatGPT weiß nicht, woran ihr in der letzten Sitzung gearbeitet habt, welcher Glaubenssatz sichtbar wurde oder welcher Schritt vereinbart ist. Im schlimmsten Fall arbeitet er gegen deinen Ansatz, etwa wenn er zu schnellen Lösungen drängt, wo du bewusst Raum für Unsicherheit lässt.
Er klingt nicht wie du
Deine Haltung, ob systemisch, lösungsorientiert oder konfrontativ, gehört zu deinem Coaching. Ein allgemeiner Chatbot hat seinen eigenen Ton, und der passt selten dazu.
Krisen sind kein Sonderfall für ihn
Allgemeine Assistenten haben Schutzmechanismen, aber sie wissen nicht, dass es einen Coach gibt, an den sie übergeben könnten. Ein Begleiter für Coaching sollte bei persönlichen Krisen an dich verweisen und Hilfsangebote nennen, mit Leitplanken, die niemand abschalten kann.
Du siehst nichts davon
Was dein Klient mit ChatGPT bespricht, bleibt dort. Für die nächste Sitzung hast du davon nichts, und dein Klient muss alles noch einmal erzählen.
Was ein eigener KI-Begleiter anders macht
Ein KI-Begleiter, der für Coaching gebaut ist, setzt genau an diesen Punkten an:
| Allgemeiner Chatbot | KI-Begleiter für Coaching | |
|---|---|---|
| Gesprächsstil | Antworten und Tipps | Fragen, Reflexion, sparsame Ratschläge |
| Kontext | Kennt dein Coaching nicht | Knüpft an eure Sitzungen an |
| Ton | Der des Anbieters | Dein Name, deine Stimme, deine Haltung |
| Üben | Rollenspiele auf Zuruf | Trainings mit Auswertung und Fortschritt |
| Krisen | Allgemeine Hinweise | Übergabe an dich, feste Leitplanken |
| Für dich | Unsichtbar | Du siehst Ziele, Trainings, offene Themen |
| Beziehung | Zum Anbieter | Bleibt bei dir |
Und der Datenschutz?
Bei Coaching-Themen geht es oft um sehr persönliche Dinge: Konflikte mit Kollegen, Zweifel, gesundheitliche Belastungen. Bevor du deinen Klienten ein KI-Tool empfiehlst, solltest du wissen, wo die Daten verarbeitet werden, ob sie zum Training von Modellen verwendet werden und ob es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt. Bei Consumer-Versionen allgemeiner Chatbots ist das oft nicht in deinem Sinne geregelt.
Fazit: Nicht verbieten, sondern besser machen
Deine Klienten werden KI nutzen, ob du es empfiehlst oder nicht. Die Frage ist, ob sie dabei einen allgemeinen Chatbot nutzen, der nichts von eurem Coaching weiß, oder einen Begleiter, der wie du klingt und deine Arbeit verlängert.
LeapCoach ist so ein Begleiter: mit deinem Namen, deiner Stimme und deiner Haltung, mit Trainings, ToDos und klaren Grenzen. Lies auch, was KI im Coaching kann und wo ihre Grenzen liegen, oder frag direkt einen kostenlosen Pilotplatz an.